Wo de Engel em Josef im Traum mitteilt hät, dass er mit sinere Familie vor em Herodes müess nach Ägypte flüchte, hät de Ängel au de Esel im Stall gweckt.
«Stah uf, du dörfsch d’Maria mit em Chind nach Ägypte träge», hät er gseit. Aber das hät em Esel gar nöd gfalle. Er isch kän sehr fromme Esel gsi. sondern e chli störrisch im Gmüet. «Chasch das nöd sälber mache? Du häsch doch Flügel, und ich muess alles uf em Buggel schleppe. Und warum de grad bis Ägypte?», hät er gfrögt. «Sicher isch sicher», hät de Ängel gseit, und das hät sogar em Esel iiglüchtet.
Won er usem Stall trottet isch und gseh hät, was für e Fracht de Josef parat gmacht hät – Bettzüg und es Pack Windle, s’Chischtli mit em Gold und die zwei Seck Wiirauch und Myrrhe vo de Könige, dezue en Chäs und e Stange Rauchfleisch vo de Hirte, en Wasserschluuch und schliesslich d’Maria und de Jesus, da hät er grad wieder afa muule: «Immer s’gliich bi so Bättellüüt! Mit nüt sind’s cho, und scho händ’s e Fuer für zwei Ochse. Ich bi doch kein Heuwage!» Aber so hät er usgseh, wo ihn de Josef am Halfter gno hät. Me hät chum no d’Huf gseh.
Vorsichtig hät de Esel en erschte Schritt gmacht und gmeint, de Turm über ihm brächi sicher grad zäme. Aber komisch, plötzlich hät er sich wunderbar liecht gfühlt und isch richtig über Stock und Stei durs Dunkle tänzlet.
Gli druf abe hät’s ihn aber wieder gärgeret und er hät d’Bei in Sand gstämmt und kein Schritt meh gmacht. «Wänn mich de Josef jetzt no schlaat», hät er dänkt, «dänn liit sin ganze Grümpel grad im Grabe!» Aber de Josef hät ihn nöd gschlage. Er hät under’s Pack ufem Eselrugge glanget und nach de Ohre gsuecht, zum ihn chraule. «Lauf no e bizzli, mir raschtet gli», hät er gseit, und de Esel isch wiiter gloffe. (Dadebi hät er dänkt:» Und so eine will en grosse Heilige sii, und weiss nöd emal, wie mer en Esel aatriibt.»)
Mittlerwile isches Tag gsi, und d’Sunne hät heiss abebrännt. Im Schatte vome dornige Gebüsch hät de Josef d’Maria welle ruebe laa und hät Füür gmacht zum e Suppe choche. De Esel hät dänkt, er chämi jetzt Fueter über, wo er trotzig würd verschmähe. Aber es hät kei Heu gäh, nöd emal e Hand voll Stroh, well’s de Josef schlicht vergässe hät. Sofort hät de Esel en gwaltige Hunger gspürt, und sin Buuch hät knurrt, dass de Josef entsetzt umeglueget hät, well er gmeint hät, es sitzi en Leu im Busch.
Wo d’Suppe fertig gsi isch, händ alli gässe, und de Jesus a de Bruscht trunke. Nur de Esel hät keis Hälmli z’chaue gha. Es isch da au nüt gwachse, usser Dischtle im Gröll.
Jetzt hät de Esel vor em Jesus luut afa klage und am Schluss «I-a!» grüeft, was so vill gheisse hät, wie: «So wahr ich en Esel bin!»
De Jesus hät ufmerksam zuegloset, und wo de Esel fertig gsi isch, abeglanget und en Distelstängel abknickt und em Esel abote.
«Guet», hät de tüüf beleidigt gseit, «dänn friss ich halt e Dischtle. Aber wundered eu nöd, wänn die mir de Buuch versticht und ich muess sterbe. Dänn chönd ihr luege, wie ihr uf Ägypte chömed!»
Wüetig hät er i d’Dischtle bisse – und grad isch em s’Muul offe staa blibe. D’Dischtle hät nämli, ganz andersch als erwartet, nach süessem Honigchlee und würzigem Gmües gschmöckt, öppis Feiners hett mer sich gar nöd chönne vorstelle.
Für das Mal hät de Esel sin ganze Ärger vergässe und aadächtig d’Ohre nach hinde gleit.